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METAL.DE
Ich trink' Ouzo. Und du so? Aus dem Land von Anisschnäpsen, Oliven und Steaks vom Pleitegeier haben sich allen Widrigkeiten zum Trotz ECHIDNA erhoben, um die Fahne des unkaputtbaren Metallers in den rauchgeschwängerten Wind emporzustrecken, der den Good Old Helenen gerade ordentlich die ohnehin nicht besonders gute Laune völlig vermiest. Das Quintett zeigt sich auf "Manifests Of Human Existence" völlig unbeeindruckt von dem, was um sie herum geschieht und präsentiert eine knappe Stunde lang ziemlich abgefahrenes Zeug. Im ersten Moment musste ich gesanglich an Mille von KREATOR denken, aber der Schreck ließ Zeus sei Dank gleich nach. Dafür überzeugt der gar nicht so leise Opener "Whispers"auf ganzer Linie mit extravagantem Riffing und intelligentem Songwriting. Die Wirkungsgradmessung nach dem ersten Hördurchgang des ganzen Silberlings zeigt, dass ECHIDNA sich schwerstens in Richtung DEATH und Konsorten orientieren. Technischer Death-Metal von wirklich allererster Güte, ohne dabei ununterbrochen hyperschnell und extrem ultraböse zu sein oder sonstigen Firlefanz aufzufahren. Der Bassist Nikos Metaxas spielt sich, hoffentlich nicht nur aufgrund seines Nachnamens in einen regelrechten Rausch. Bin fasziniert. Die griechische Folklore bei "Political Sickness in D# Hijaz Kar" (interessanter Titel) nicht vergessend, wird der Tech-Sirtaki eingeleitet, der es wahrlich in sich hat. Im Mittelteil der CD gibt es einen Dreiteiler namens "Tractatus Cerebri Act I-III", im Zuge dessen die Griechen ihrer vertrackt-chaotischen Seite weiteren Freiraum geben. ECHIDNA stecken ihre Finger überall rein. Death, thrashige Anleihen, progressives Zeug, jazzige Passagen…erinnert irgendwie an CORONER. Ach ja, zu dem Thema würde "Human Serpent" ganz gut passen. Oder stellenweise auch "The Pendulum". Diese Band vereint mächtig viele Einflüsse zu einem Ganzen, ohne dabei nachgespielt zu klingen. Technisch interessierte Menschen mit einem gewissen Hang zur Progressivität, also Handwerker und so weiter, sind hier sicherlich bestens beraten, genauer hinzuhören. Bei Hades, Ares, Karies und Baktus, diese Platte wird auch in Zukunft bei mir im Player rotieren. Ya mas!
Punkte: 8/10
Christian_K
http://metal.de/cdreviews.php4?was=review&id=15228
OBLIVEON.DE
Im progressiven Death Metal scheint alles gesagt. Necrophagist oder Obscura haben den Härtegrad bei aller technischen Finesse an neue Limits getrieben, Gory Blister oder Theory In Practice überzeug(t)en mit tollen Alben und der Rezensent greift jeher vor allem auf die Klassiker des frickeligen Todesmetall zurück, sprich die späten Death-Werke, die Atheist-Wundertüten, Pestilences „Spheres“-Überraschung oder Cynics Fabeldebüt. Echidna schicken sich nunmehr an ihre Variante des Prog Death in die Subszene zu wuchten. Der 10-Tracker orientiert sich eindeutig an den genannten Acts und weist in den rhythmisch vertracktesten Momenten gar eine ganz dezente Meshuggah-Kante auf. Death- und Mathcore haben bei diesen ’Manifesten der menschlichen Existenz’ allerdings nichts zu suchen. Progressive Tech Death in its purest form, quasi, wobei auch einige gelungene Thrash-Einflüsse den Weg in die variablen, technisch selbstredend versiert vorgetragenen Kompositionen der Griechen gefunden haben. Gutklassiges Debüt, wenngleich die Genre-Klassiker als Messlatte noch ’ne ganze Ecke höher liegen! http://www.echidna.gr und http://www.myspace.com/echidnagr
6,5/10 - CL
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